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Sommerferien

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vom 28.07.2017 06:38

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Antonia 01

16 Tage Deutsche SchülerAkademie – das klingt erst einmal nicht unbedingt nach einer typischen Ferienbeschäftigung für die letzten Sommerferien der Schulzeit. Als ich im Februar die Möglichkeit bekam, mich für die Teilnahme an einer solchen Akademie zu bewerben, war ich zugegebenermaßen auch erst etwas skeptisch.

Als ich dann im Internet aber viele Berichte von ehemaligen Teilnehmern, die alle durchweg begeistert von ihren Erfahrungen dort erzählten, fand, war ich mir schnell sicher, dass ich unbedingt teilnehmen möchte. Doch nachdem ich mich beworben und aus einer umfangreichen und sehr vielfältigen Liste von Kursen meinen Erst- bis Fünftwunsch ausgewählt hatte, erhielt ich eine Absage. Es hatte deutlich mehr Bewerbungen gegeben, als Plätze vorhanden waren, deshalb musste per Losverfahren über deren Vergabe entschieden werden.

Kurz nach Beginn der Sommerferien bekam ich schließlich doch noch einen Anruf, dass ein Platz in dem Kurs „Die Rolle von Ritualen in Gesellschaft und Religion“ freigeworden sei. Diesen hatte ich als Zweitwahl angegeben. Ich könne also an der Deutschen SchülerAkademie (DSA) im Landschulheim Grovesmühle teilnehmen. Zwischen dem Anruf und dem Beginn der Akademie blieb mir genau ein Tag Zeit und der Urlaub für die nächste Woche war bereits gebucht, doch nach kurzem Überlegen entschied ich mich dann aber dennoch zuzusagen, denn eine solche Möglichkeit würde ich nicht wieder bekommen.

Noch völlig überwältigt und komplett unvorbereitet fuhr ich also am nächsten Tag ins Landschulheim Grovesmühle nach Veckenstedt – ein kleines Dorf im Harz in Sachsen-Anhalt. Alle Zweifel, ob das die richtige Entscheidung gewesen sei, waren spätestens dann verflogen, als ich auf dem Internatsgelände ankam und dort sofort die einmalige Atmosphäre bemerkte, von der ehemalige Teilnehmer berichtet hatten und die die gesamten 16 Tage über anhalten sollte, denn alle begrüßten einander freundlich und jeder wollte jeden kennenlernen. Nachdem das Gepäck in den Zimmern abgestellt war, bot eine Rallye in kleinen Gruppen die Möglichkeit, sich gegenseitig so wie auch das Gelände besser kennenzulernen. Bis gegen Abend dann alle angereist waren, hatten sich schon viele interessante Gespräche entwickelt, die von der Motivation sowie dem geistreichen Humor aller Teilnehmer zeugten.

Der Großteil der Akademietage war gleich aufgebaut. Nach dem Frühstück folgte das Plenum, eine Versammlung aller Teilnehmer sowie der Akademie- und Kursleiter, das, wie wir im Laufe unserer Kursarbeit zum Thema „Rituale“ herausgearbeitet haben, nicht nur der Informationsweitergabe diente, sondern insbesondere durch den Beginn mit einem musikalischen Energizer auch das Gemeinschaftsgefühl stärken und einen motivierenden Start in den Tag bieten sollte.

Am Vormittag und am Nachmittag gab es jeweils einen zwei- bis dreistündigen Block, in dem in den Kursen gearbeitet wurde. Diese ließen sich allerdings keineswegs mit normalem Schulunterricht vergleichen, denn es handelte sich dabei hauptsächlich um relativ freie Arbeit in Gruppen, die trotz des hohen Niveaus stets entspannt und humorvoll war. Auch nahmen die Kursleiter keine Lehrerrolle ein, sondern standen uns hauptsächlich beratend zu Seite.
In dem Kurs zu Ritualen in Gesellschaft und Religion, den ich gewählt hatte, haben wir in den ersten Tagen vor allem mehrere soziologische Grundbegriffe geklärt und versucht, diese voneinander abzugrenzen. Das führte zu einer Vielzahl von langen aber durchaus interessanten Diskussionen, denn zu keinem dieser Begriffe existiert eine einheitliche Definition. So kann man beispielsweise den Begriff „Gesellschaft“ aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und, je nachdem auf was man sich bezieht, beispielsweise von den Begriffen „Gemeinschaft“, „Vergesellschaftung“ oder „Gesellschaften“ abgrenzen. Außerdem können diese Begriffe immer nur als eine Art Modell oder Schablone betrachtet werden, da komplexe, soziologische Vorgänge nie mit allen ihren Ausnahmen und Besonderheiten erfasst werden können.

In den folgenden Tagen beschäftigten wir uns dann mit unserem eigentlichen Thema, den Ritualen. In Gruppen haben wir verschiedene Arten von Ritualen anhand ihrer Merkmale und Funktionen untersucht und uns über deren Rolle in der Gesellschaft Gedanken gemacht. Dabei lag der Fokus auf Familienritualen, Übergangsritualen und Ritualen in Politik und Macht. Anschließend haben wir nach Ritualen gesucht, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen und die Aufteilung in diese Kategorien kritisch hinterfragt. Besonders interessant war auch, die Vielfalt von Ritualen einmal ganz direkt zu erleben, denn die Teilnehmer unseres Kurses kamen von drei verschiedenen Kontinenten und konnten somit von Ritualen in diversen Kulturen und Religionen berichten.

In den letzten Tagen stand die Anfertigung der Dokumentation im Mittelpunkt der Kursarbeit. Bei dieser handelt es sich um eine Sammlung von Texten, die während der Akademie entstehen und die im Nachhinein zusammengefügt werden, um einen Eindruck von der Akademie zu vermitteln. Jeder Kurs hatte ca. 20 Seiten zu füllen, sodass nun zu zweit oder zu dritt ein Text zu einem bestimmten Aspekt des Kursthemas verfasst werden sollte. Ich hatte mich mit zwei anderen Kursteilnehmern dafür entschieden, über Rituale auf der DSA zu schreiben und so verbrachten wir viele Stunden damit, Interviews zu führen sowie unseren Text zu schreiben, diesen von den Kursleitern Korrektur lesen zu lassen und immer wieder zu überarbeiten. Trotz des großen Aufwandes war auch die Anfertigung der Dokumentation eine interessante und lohnende Erfahrung, denn die Zusammenarbeit klappte, wie auch generell während der gesamten Akademie, überraschend gut und alle waren motiviert dabei.

 

Antonia 02

 

Zusätzlich zu den Kursen gab es täglich auch kursübergreifende Angebote (KüAs). Jeder, der wollte, konnte diese anbieten und so ergab sich in den 16 Tagen ein breit gefächertes Angebot. So gab es neben vielen sportlichen Angeboten (beispielsweise Kampfsport, Tanzen, Schwimmen, Leichtathletik oder Badminton) auch eine Debattier-KüA, ein Schach-Turnier, mehrere Vorträge zu verschiedenen Themen und eine Nachrichten-KüA, deren Teilnehmer jeden Morgen die aktuellen Nachrichten präsentierten. Weiterhin gab es, besonders durch Teilnehmer, die aus anderen Ländern angereist waren, auch ein großes sprachliches Angebot und somit KüAs, um einige Wörter und Sätze Spanisch, Schwedisch, Niederländisch, Gebärdensprache oder auch isiXhosa, eine Sprache aus Südafrika, zu lernen. Generell war das Angebot immer so groß und vielfältig, dass es quasi unmöglich war, an allen KüAs, an denen man interessiert war, auch teilzunehmen und dass man oft noch bis spät in die Nacht hinein zusammensaß.

Aber auch neben den Kursen und KüAs gab es interessante Programmpunkte. An einem Tag konnte man sich für eine von drei Exkursionen entscheiden, und so entweder eine Harzwanderung unternehmen, in Goslar in ein Bergwerk fahren oder Wolfenbüttel und die dort zu findende Herzog August Bibliothek besichtigen. Die nach Hälfte der Akademiezeit stattfindende Rotation bot die Möglichkeit, sich über die Arbeit in den anderen Kursen zu informieren und dabei etwas über die vatikanische Außenpolitik, Kabarett im Nationalsozialismus oder darüber, was Tassen und Brezeln im mathematischen Sinne unterscheidet, zu erfahren. Weiterhin gab es ein Volleyballturnier, einen Informationsabend zur Studien- und Berufsorientierung sowie eine beeindruckende Aufführung des Kabarettkurses, der in wenigen Tagen ein lustiges und aktuelles Programm auf die Beine gestellt hat. Beim Bunten Abend am letzten Tag konnten dann alle Kurse noch einmal ihr gesamtes Talent zeigen und so wurden mehrere humorvolle und toll inszenierte Beiträge auf die Bühne gebracht.

 

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Ein wichtiger Bestandteil der DSA, der mir persönlich mit am besten gefallen hat, war das musikalische Angebot. Neben dem musikalischen Tagesbeginn im Plenum gab es viele weitere Angebote, denn auf jeder Akademie ist eine Person der Akademieleitung ausschließlich für die Musik zuständig. So gab es täglich Proben mit dem Chor und dem Vokalensemble mit einer kompetenten Leitung, die immer sehr viel Spaß gemacht haben und dazu geführt haben, dass auch zwischendurch dauernd gesungen wurde. Weiterhin probte auch ein Orchester und es haben sich eine Band sowie mehrere kleinere Ensembles gebildet.

Sehr interessant war auch der angebotene Dirigierkurs, bei dem wir immer viel Spaß hatten und dessen Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre erworbenen Fähigkeiten beim Abschlusskonzert anzuwenden. Beim Werkstattkonzert, das nach der Hälfte der Zeit stattfand, hatten alle Teilnehmer schließlich die Möglichkeit, musikalische Einzelbeiträge oder Ensemblestücke in einem entspannten Rahmen akademieintern zu präsentieren. Das öffentliche Abschlusskonzert mit dem Titel „Abendlieder“ in der Kirche in Veckenstedt bildete letztendlich einen schönen Ausklang, bei dem der Chor, das Vokalensemble, das Orchester und einige Ensembles ein abwechslungsreiches Programm darboten.

 

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Insgesamt bleiben Erinnerungen an 16 tolle Tage mit einmaligen Erfahrungen, die mich nachhaltig geprägt haben. 16 Tage mit ca. 100 motivierten, offenen und freundlichen Menschen, die ich kennenlernen durfte und zu denen der Kontakt immer noch besteht. 16 Tage, die gezeigt haben, wie schnell Menschen, die sich noch nie gesehen haben, zu einer Gruppe zusammenwachsen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen können. Ich konnte viel aus dieser Zeit mitnehmen: Wissen, neue Erkenntnisse, einen reichen Erfahrungsschatz und vor allem auch wunderbare Freundschaften mit tollen Menschen, die auch nach der Akademie noch bestehen.

 

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