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Pripyat Abandoned School kl

 

26.April 1986, Tschernobyl (Prypjat/Ukraine). Die Atomkatastrophe von Tschernobyl ist den meisten sicher nicht so gut bekannt wie das Unglück von Fukushima (Japan).

Vor 31 Jahren explodierte einer der vier Reaktoren des Atomkraftwerks Tschernobyl. Eine Explosion, die zunächst von der Regierung verheimlicht wurde, mit großen Auswirkungen auf ganz Europa. In Nachbarländern der Ukraine wie Weißrussland stiegen Krankheits- und Krebsraten. Heute sind nur 10% der ukrainischen Kinder gesund. Auch Deutschland war betroffenen; insbesondere Bayern. Die Bauern konnten ihre Ernte zum Teil nicht verkaufen und auch Wiesen zum Grasen für Vieh waren verseucht. Die freigesetzten, radioaktiven Atomteilchen sind noch heute in Europa vorhanden. Das Gebiet um das Atomkraftwerk wird langzeitig unbewohnbar bleiben.

11. März 2011, Fukushima. 2011 wurde Japan von einem Erdbeben erschüttert. Die folgende Tsunamiwelle zerstört neben zahlreichen Dörfern und Städten zwei Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima. Nachdem Teile Japans verseucht und ganze Landstriche unbewohnbar wurden, verbreiteten sich die radioaktiven Teilchen über den gesamten Pazifik.

Am 26.April 2017, 31 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl, fuhr der UNESCO-WPK 8 mit Frau Wiegand und Frau van Hommelen-Pohl nach Lüneburg zu einem Treffen der UNESCO-Schulen von Nordost-Niedersachsen. Die HPS ist zurzeit interessierte UNESCO-Schule. Im Rahmen der Tschernobyl-Katastrophe hielt Alexander Tetsch, Fotograf und Umweltjournalist, einen Vortrag in der Lüneburger Musikschule über Atomkraft und die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima.

Der Vortrag stand unter dem Motto „Die schlimmste Katastrophe ist das Vergessen“. Denn auch nach den Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl wird der Atombetrieb in anderen Kraftwerken fortgeführt. Die Atomenergie ist aktuell die finanziell erfolgreichste Energieproduktion.

Alexander Tetsch zeigte eindrucksvoll mit Bildern und Geschichten die Macht der Atomkraft: Einige alte Damen waren in die verseuchten Gebiete um das Atomkraftwerk Tschernobyl illegal zurückgekehrt. Sie wollten in ihren Häusern wohnen und sich von ihren verseuchten Feldern ernähren. Das verseuchte Gebiet war ihre Heimat.

Auch die Vorstellung, dass Japaner aus den immer noch verseuchten Gebieten von der Regierung gezwungen werden in ihre Häuser zurückzuziehen, erschütterte den Kurs.

Der Tag war sehr lehrreich und informativ. Ein Tag, den der UNESCO-Kurs nicht so schnell vergessen wird.

 

Lennart Klein (8e), Malte Richert (8a)

Foto: ehemalige Schule in Prypjat, der Stadt in der Nähe Tschernobyls

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