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vom 21.01.2019 23:00

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Vom 29. September bis zum 7. Oktober war das Jugend Symphonie-Orchester auf Orchesterreise in Italien.

Eigentlich begann die Italienreise schon am Freitagabend. Nach der Probe packten wir unsere Instrumente sorgfältig in Decken und verstauten sie in einem Transporter.
Dieser Transporter sollte die Instrumente nach Italien bringen. Samstagnacht um kurz nach 4 Uhr trafen wir uns an der Halepaghen Schule. Gepäck wurde verladen und wir suchten uns halb verschlafen unsere Sitzplätze im Bus. Am Hamburger Flughafen angekommen, hieß es erstmal abwarten, denn auch wenn es sehr früh war, der Flughafen war schon sehr belebt und das Einchecken mit ca. 60 Personen dauerte nun einmal seine Zeit.

Schließlich flogen wir um acht Uhr von Hamburg nach München. In München angekommen mussten wir uns beeilen, denn wir wollten unseren Anschluss nicht verpassen. Der italienische Flieger, der uns nach Florenz bringen sollte hatte es sich mit der Abfahrtszeit wohl etwas anders überlegt und so mussten wir eine ganze Weile warten bis es weiter ging. Aber gerade das machte die Fahrt schon jetzt gemütlich. In Gruppen saßen wir zusammen unterhielten uns, aßen Frühstück und tranken Kaffee, um wach zu werden. Es war eine schöne Flugstrecke, die wir hinter uns legten. Zwischen den Wolken lugten die Alpen hervor und die Vorfreude auf Italien stieg. Mit Verspätung kamen wir dann am späten Nachmittag in unserem Hotel in Montecatini an. Bevor wir zu Abend aßen, erhielten wir noch eine Führung durch die Stadt. Nach dem Abendessen entluden wir den Transporter, der mittlerweile auch angekommen war. Es gab ein freudiges Wiedersehen mit unseren Instrumenten. Und auch die erste Probe stand schon an: Wir probten Vivaldis Konzert für zwei Oboen in d-moll mit Selen Schaper und Andreas Désor als Solisten.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir von Montecatini mit einer Standseilbahn (Funicular) nach Montecatini Alto. Und wie es der Zufall wollte, trafen wir dort ein anderes Jugendorchester, ein Blasorchester aus Köln. Auch sie machten eine Orchesterreise nach Italien und auch sie wollten Montecatini Alto besichtigen. Am Abend dieses Tages gaben wir unser erstes Konzert. Wir erfuhren zwar, dass man vergessen hatte unsere Aufführung anzukündigen, es kamen aber dennoch viele Zuschauer, vor allem freuten wir uns über die Mitglieder des Kölner Blasorchesters die auch gekommen waren.

Bild 1

(Konzert am 30.9.2018 in der Tettuccio Terme in Montecatini Terme)

 

Die nächsten beiden Tage hielten für uns drei interessante Städte bereit. Florenz, Siena und San Gimignano.

In Florenz begrüßte uns als erstes eine Stadtführerin. Später hatten wir dann Freizeit in der Stadt. Einige besichtigten den Dom und bestiegen die Kuppel, andere besichtigten Santa Croce, wo neben anderen bekannten Persönlichkeiten auch Rossini begraben ist. Auch in Florenz trafen einige von uns wieder Mitglieder des Kölner Blasorchesters.

Bild 2

(1.10.2018 in Florenz vor einer Statue von Guido von Arezzo, dem Erfinder der Notenschrift)

 

Auch Siena und San Giminiano waren sehr schöne Städte, wobei es etwas kalt war. Am Abend kamen wir erschöpft und hungrig im Hotel an. Es war die letzte Nacht in Montecatini. Am nächsten Tag sollte es nach Pesaro gehen.

Von dem Hotel in Pesaro war das ganze Orchester begeistert: Es war direkt am Strand, die Zimmer waren groß und hell und das Essen war sehr gut. Pesaro ist die Geburtsstadt von Rossini, und so besichtigten wir am folgenden Tag natürlich auch sein Geburtshaus, welches heute ein Museum ist. Außerdem bekamen wir Zeit, um am Strand von Pesaro schwimmen zu gehen.

Bild 3

 

Am Freitag, zwei Tage vor unserer Abreise, probten wir in Pinacoteca, San Domenici in Fano. Dort gaben wir am Abend ein Konzert und probten auch zum ersten Mal mit dem Partner- Jugendorchester. Dieses Jugendorchester stellte sich jedoch als semiprofessionelles Studentenorchester heraus, was einige erst leicht einschüchterte, dann jedoch geradzu herausforderte und sehr begeisternd auf uns wirkte.

Alles stand unter dem Stern Rossinis, dessen 150 Todestag dieses Jahr gefeiert wird. Das italienische Orchester spielte seinen Rossini, wir unseren und am Ende des Konzertes spielten wir gemeinsam an gemischten Pulten Rossinis Ouvertüre zum Barbier von Sevilla.

Am Tag darauf standen zwei Konzerte mit dem Partner- Orchester auf dem Programm. Dabei war serpentinenreiche Fahrt über den Appennin mit dem Bus recht gewöhnungsbedürftig. Es ging um viele kleine schmale Kurven und das auch nicht für kurze Zeit. Wir alle waren froh, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen spürten. Die Konzerte- eines in Urbino und eines in Mercatello sul Matauro- machten uns natürlich unglaublich viel Spaß.

Schwierig war jedoch (bei allen Konzerten in Italien), dass wir uns erst einmal an die Akustik in den entsprechenden Räumlichkeiten gewöhnen mussten. Auch war es in den historischen Gebäuden in denen wir musizierten oft sehr kalt, was das Spielen erschwerte.

Die beiden Konzerte liefen insgesamt gut, wobei es uns ein wenig irritierte, dass das italienische Orchester die Ouvertüre, die wir eigentlich gemeinsam spielen wollten, schon vorher alleine spielte. So musste das Publikum Rossinis Ouvertüre zum Babier von Sevilla sich zweimal anhören. Das störte aber offenbar niemanden, denn wir wurden von einem stehend applaudierenden Publikum belohnt.

Bild 4

(Konzert am 6.10.2018)

Bild 5

(Konzert am 6.10.2018 mit dem Partnerorchester)

 

Am nächsten und letzten Tag in Italien mussten wir das Hotel früh verlassen. Müde und verschlafen traf sich das Orchester im Frühstückssaal und bei der Busrundfahrt mit einer deutschsprachigen Reiseführerin durch Bologna hatten alle Schwierigkeiten konzentriert zuzuhören. Um kurz vor 3 Uhr trafen wir dann am Flughafen in Bologna ein.

Dort sollte unser Flug nach München eigentlich um viertel vor 5 starten. Wir mussten aber über eine Stunde auf den besagten Flug warten, sodass wir uns um unseren Anschlussflug sorgten. Aber wir hatten Glück: Der Flieger von München nach Hamburg hatte auf uns gewartet. Als wir das Flugzeug betraten, mit ca. 60 Personen, sagte eine Frau, die schon im Flugzeug wartete: „Da hat sich das Warten ja gelohnt.“ Das fanden wir auch.

Fast etwas traurig kamen wir dann am Hamburger Flughafen an, denn nun hieß es, Abschied nehmen. Dafür stieg aber die Vorfreude auf die nächste Probe und vor allem auf die Ankunft. des Transporters, der unsere Instrumente wieder mitgenommen hatte.

 

Christa und Lotte Woywod

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