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 Erster Tag (Mi., 12.6.): Kalkriese

Am Mittwochmorgen (12.06.2019) machten sich die Lateinerinnen und Lateiner des zehnten und elften Jahrganges bereit für die Lateinfahrt. Nachdem die Koffer in unserem Bus verladen wurden, konnte es auch schon losgehen. Frau Bliemeister, Frau Deppe, Herr Drescher und Frau Otten begleiteten uns. – Fotografische Eindrücke von der Fahrt bietet eine Galerie am Ende des Beitrags.

 DSCF1766 Ausschnitt

 

Erstes Ziel der Fahrt war Kalkriese. Seit einiger Zeit ist man sich sicher, dass es sich bei Kalkriese um den Ort der Varusschlacht (9 n.Chr.) handelt. Seit den 1980er Jahren wird dort archäologisch geforscht und es werden immer neue Gegenstände aus der Römerzeit entdeckt. Nach unserer Ankunft beim Museum wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam eine/n eigene/n Museumsführer/in zugeteilt, mit denen wir Museum und Archäologischen Park kennen lernten.

Im Museum wurde uns zuerst die Ausrüstung der Legionäre gezeigt und erklärt, welche bis zu 40 kg wiegen kann. Auch wurde uns die Bedeutung der Varusschlacht genauer erklärt und wie man beweisen könne, dass sie höchstwahrscheinlich in Kalkriese stattgefunden habe. Des Weiteren hatten wir die Möglichkeit, uns die Fundstücke genauer anzusehen. Dabei wurde deutlich, dass zum archäologischen Arbeiten Geduld, Sorgfalt und Behutsamkeit gehören. Das Kernstück der Ausstellung ist eine Reitermaske. Diese ist einzigartig ist, denn noch nie wurde etwas Ähnliches gefunden.

 DSCF1656 Ausschnitt

 

Zur Führung gehörte außerdem das Erkunden des Geländes. Von einem Aussichtsturm war es uns möglich, das gesamte Gebiet zu überblicken. Dabei hat sich die Landschaft im Vergleich zu vor 2000 Jahren stark verändert. Zur Römerzeit handelte es sich um ein dicht bewaldetes und sumpfiges Gebiet. Mehrere Jahrhunderte lang wurde die Fläche mit Rasenplacken gedüngt, d.h. Rasenstücke wurden auf das vorhandene Erdreich aufgetragen, wodurch viele Fundstücke sehr gut erhalten sind. Der Aussichtsturm, der Weg sowie viele verschiedene andere Gebäude des Museumsparks wurden dabei aus Metall gebaut. Diese Entscheidung wurde sehr bewusst getroffen: Das Material soll an die Ausrüstung der Legionäre erinnern.

Nach einer kurzen Pause konnten wir uns zwischen einer Sonderausstellung „Roms Legionen“ (eine Gruppe) und einem archäologischen Programm (zwei Gruppen) entscheiden.

Beim archäologischen Programm konnten wir zuerst selbst aktiv werden. Wir teilten uns in kleine Gruppen auf und jede Gruppe bekam eine Fläche zugeteilt, in der Replikate vergraben worden waren. Im zweiten Teil ging es um das Analysieren von Fundstücken. Es gab mehrere Stationen, bei denen wir zum Beispiel mikroskopierten oder Knochen, Münzen und andere Fundstücke zuordneten.

In der Sonderausstellung zu „Roms Legionen“ wurde uns gezeigt, mit welcher Rüstung die Legionäre ausgestattet waren und wie sie ihr Leben im Lager verbrachten. Sie lebten zu acht in einem Zelt und jeder Zeltgemeinschaft stand ein Maultier zur Verfügung. Zum Schluss durften wir selbst die Rüstung anprobieren und Getreide mahlen, so wie die Legionäre es gemacht haben.

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Anschließend fuhren wir weiter zu unseren Unterkünften, zunächst der Jugendherberge in Reken (für die Lateiner*innen von Frau Otten) und dann der Alten Landschule in Nottuln (für die 10c von Herrn Drescher). In Reken aßen wir stets alle gemeinsam.

 

Zweiter Tag (Do., 13.6.): Xanten

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus nach Xanten gefahren, wo wir den Archäologischen Park (APX) besucht haben. Dort befand sich zunächst ein römisches Militärlager, später wurde die Colonia Ulpia Traiana gegründet (unter Kaiser Trajan; daher der Name), eine römische Stadt, angelegt in Quadraten mit Tempeln, Thermen und einem Amphitheater.

Schon beim Aussteigen konnten wir erste Hinweise auf die römische Befestigung anhand der nachgebauten Stadtmauern erkennen. Um zum eigentlichen Museumsgebäude zu kommen, sind wir durch den Park gelaufen und konnten dabei einen ersten Blick auf die Parkgebäude werfen, u.a. auf das Amphitheater und den Hafentempel, die auf den Grundmauern der antiken Gebäude in Originalgröße nachgebaut wurden.

Von außen ließen sich bereits anhand des modernen Glasüberbaus die Dimensionen der Thermen erkennen, auf deren Fundament das Museum errichtet wurde. Dort begaben wir uns auf eine aufschlussreiche Führung, während derer wir zwar viel Neues erfahren konnten, aber auch einiges bereits vom Vortag wussten. Highlight der Führung jedoch war der Moment, als Frau Otten vor lauter Begeisterung über das Xanten-Stadtmodell beim Erklären von Gebäuden die Alarmanlage auslöste.

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause (leider ohne die nur in Begleitung Erziehungsberechtigter zu betretende Hüpfburg ausprobiert zu haben) haben wir in fünf kleineren Gruppen das Mitmachprogramm des Museums in Anspruch genommen. Dabei konnten wir uns handwerklich beim Gießen von Münzen, Biegen von Fibeln (Broschen bzw. Gewandnadeln) oder Schneiden von Gemmen (Schmuck- und Siegelsteine) betätigen.

 

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Anschließend haben wir uns erneut auf eine Erkundungstour durch den APX begeben und dabei die unterschiedlichen Nachbauten der antiken Gebäude bestaunt. Besonders interessant: Sowohl das Amphitheater, in dem natürlich sofort Gladiatorenkämpfe inszeniert wurden, als auch die begehbaren Handwerkerhäuser, welche innerhalb von sieben Jahren komplett nach historischer Baukunst errichtet wurden. Zum Bereich der Handwerkerhäuser gehört auch die römische Herberge, in der es für uns um 17 Uhr eine römische cena mit Essen im römischen Stil gab. Durch unser gutes Benehmen beeindruckt ließ der Wirt ein paar von uns sogar römische Gewänder anziehen und römische Kaiser und deren Frauen darstellen. Er selbst nahm uns erzählerisch mit auf eine kleine Zeitreise.

 

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Aufgrund der beschränkten Lenkzeiten des Busfahrers konnten wir den Tag nicht in Xantens schöner Innenstadt ausklingen lassen und sind bereits um 18.30 Uhr wieder zurück zu unseren Unterkünften gefahren. In Reken wurde wie schon am ersten Tag bis spät in den Abend ausgiebig „Werwolf“ gespielt, in Nottuln Fußball und Karten.

 

Dritter Tag (Fr., 14.6.): Haltern

Am Freitag – die 10c hatte diesmal nicht nur die Fahrt von Nottuln nach Reken hinter sich, sondern auch die Komplettreinigung ihrer Unterkunft – haben wir zum zweiten und letzten Mal zusammen in der Jugendherberge gefrühstückt, um gegen Viertel vor Zehn ins nahe Haltern am See ins dortige Römermuseum zu fahren. Nach dem Kalkriese-Tag mit warmen Temperaturen, aber Regen, dem Xanten-Tag mit heiterem Himmel, aber eher kühleren Temperaturen schien nun die Sonne makellos und heiß.

Es gab für uns drei Führungen zur Auswahl: zum Thema Medizin, Alltag der römischen Legionäre und zur politischen Propaganda in der Kaiserzeit.

Diese Propaganda funktionierte hauptsächlich über Münzen, die als Zahlmittel schnell ihren Weg in alle Gebiete des römischen Reiches gefunden haben. Der jeweilige Kaiser konnte bestimmen, was auf den Münzen abgebildet werden sollte. So hatte Augustus beispielsweise seine Nachfolgeregelung auf Münzen prägen lassen und so an das Volk kommuniziert. Häufig waren Erfolge des römischen Heeres thematisiert, wobei auffällig ist, dass die Römer sich selbst dabei als siegreich und wissend darstellen, was wir uns am Beispiel eines Dupondius für Germanicus erarbeiten.

 

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Das römische Heer fungierte als wichtigstes Kommunikationsmittel, da es unter anderem aufgrund der hohen Strafandrohungen bei Regelverstößen, der Erschöpfung der Legionäre sowie den guten Bezahlungen dem Kaiser gegenüber, der selbst viele Rechte hatte, loyal war. Die gute Bezahlung lässt sich auf den Personalmangel in den einzelnen Legionen zurückführen. Es sind aber auch Römer bekannt, die sich lieber beide Daumen abhackten, als Soldaten in den Legionen werden zu müssen.

 

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In der Gruppe zur Propaganda wurden einzelne Aspekte in kleinen Gruppen erarbeitet und dann den anderen vorgestellt.

Die anschließende Rückfahrt nach Buxtehude verlief problemlos und entspannt. 17 Uhr 30 standen wir schließlich wieder vor der HPS.

Aus unserer Sicht hat sich die Fahrt gelohnt, da sie vieles anschaulich machen konnte, was im Unterricht schwer möglich ist, und alle nach ihren Interessen Informationen mitnehmen konnten.

 

 

Texte: Jonathan Junge/Burhand Mahmood, 10c (Erster Tag), Bente Hauschildt/Marie Sumfleth, 10c (Erster Tag: „Roms Legionen“), Pauline Witt, 10e (Zweiter Tag), Lone Prolingheuer, 11f (Dritter Tag), Drs/Otn

Fotos: Drs

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