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vom 19.07.2018 17:40

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Vilnius

Als wir nach einem knapp zweistündigen Flug von Bremen aus am Flughafen von Vilnius ankamen, ging es auch sofort mit dem Sightseeing los. Wir wurden direkt von einem der litauischen Lehrer mit dem Bus abgeholt und machten uns zur ersten Sehenswürdigkeit auf. Der Rest der litauischen Gruppe ist erst am nächsten Tag zu uns gestoßen.
Unser erstes Ziel in Litauen war die Burg Trakai, eine spätmittelalterliche Wasserburg, die sich auf einer Insel zwischen drei Seen befindet.

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Nach einer interessanten Besichtigung der Burg konnten wir in einer ausgiebigen Freizeit nach dem anstrengenden Flug das wunderschöne Wetter genießen und uns ein wenig stärken. Auch konnte man sich ein Tretboot mieten, um die schöne Sicht auf die Burg vom Wasser zu genießen. Im Anschluss fuhren wir zur Jugendherberge, räumten schnell unsere Sachen ein und schon ging es direkt weiter mit dem Programm, nämlich eine Führung durch die Altstadt von Vilnius. Vilnius ist die Hauptstadt Litauens und mit knapp 574.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes, flächenmäßig sogar die größte Stadt des Baltikums. Nach der Tour waren wir noch in einem Restaurant und am späten Abend wurde sich dann zum Fußballgucken getroffen. Am nächsten Morgen gab es erst ein ausgewogenes Frühstück in der Jugendherberge mit typisch litauischem Schwarzbrot, dass natürlich von allen Deutschen dem Weißbrot vorgezogen wurde, und im Anschluss gab es dann das lang ersehnte Wiedersehen mit der litauischen Gruppe. Zusammen besichtigten wir den Palast der Großfürsten und den Fernsehturm und am Abend schauten wir uns eine Ballettaufführung an, und zwar eine von einer estnischen Gruppe getanzte Version von Endstation Sehnsucht. Nach einem tollen aber auch anstrengenden Tag machten wir uns dann mit dem Bus auf den Weg nach Silute, wo wir dann nach etwa 4 Stunden Fahrt nach Mitternacht ankamen.

Berg der Kreuze

Den Berg der der Kreuze besuchten wir am dritten Tag. Um 9 Uhr morgens stiegen wir in den Bus und machten uns auf den Weg zu einem der beliebtesten Wallfahrtsorte Osteuropas. Die Fahrt dauerte mehr als zwei Stunden, aber bei Ankunft wurde allen klar, dass es sich gelohnt hatte. Vor uns lag ein Hügel mit abertausenden von Kreuzen in allen vorstellbaren Formen und Größen. Wie viele genau weiß keiner, aber Schätzungen gehen von mehreren hunderttausend aus.

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Für die mehrheitlich katholischen Litauer ist diese Stätte von sehr großer Bedeutung. So hielt 1994 sogar der Papst hier eine Messe vor ca. 400000 Gläubigern.
Wir hatten knapp 1 Stunde Zeit, um diesen eindrucksvollen Ort zu erkunden. Danach ging es weiter Richtung Palanga.

Palanga

Palanga ist der beliebteste Badeort in Litauen und besonders bekannt für seine lange Strandpromenade mit der zweitlängsten Seebrücke Osteuropas. Außerdem befindet sich dort auch das größte Bernsteinmuseum der Welt, welches wir aber aus Zeitgründen nur von außen besichtigen konnten.

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Anschließend hatten wir Freizeit, in der wir die Promenade ausführlich erkunden konnten. Viel war allerdings nicht los, da zeitgleich der litauische Basketballverein Zalgris Kaunas ein Halbfinalspiel in der Euroleague hatte und somit die meisten Menschen vor dem Fernseher saßen.
Um 9 Uhr abends stiegen wir wieder in den Bus und kamen um halb 11 völlig erschöpft in Šilute an.

Vente Vogelstation und Klaipeda

Der vierte Tag in Litauen begann mit einer kurzen Busfahrt zur Vente Vogelstation. In der Vogelstation konnten wir ein kleines Museum besuchen und uns über die dort untersuchten Vögelarten informieren. Dort gab es allerdings nicht nur Vögel!

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Anschließend gab es eine Führung, bei der uns die Arbeit und das Vorgehen bei der Untersuchung der Vögel erklärt wurde. Nach der Führung ging es wieder in den Bus und wir fuhren zur Hafenstadt Klaipėda. Hier hatten wir etwas Freizeit, die wir im ungeheuer großen Einkaufszentrum Akropolis verbringen konnten. Nachdem wir uns ein bisschen umgeguckt und lecker gegessen hatten, fuhren wir weiter in die Altstadt Klaipėdas, wo ein Straßenmusikfestival stattfand. Bei diesem Festival spielten junge Leute mit ihren Bands auf den Straßen ihre Musik und viele Menschen waren bei Superwetter auf den Beinen, um sich die Musik anzuhören.

Nida

Nach sieben Tagen in Litauen machten wir unsere letzte touristische Reise in eine kleine Stadt namens Nida, die am Kurischen Haff und an der Ostsee liegt. Auf der Schiffahrt dorthin konnten einige von uns noch ein bisschen Schlaf nachholen, bis wir dann nach 2 Stunden endlich in Nida ankamen. Dort machten wir zuerst einen kleinen Rundgang durch die Stadt unter der Leitung von Herrn Hausmann. Dabei kamen wir auch am Thomas-Mann-Kulturzentrum vorbei, von wo wir aus den „Italien Blick“ sehen konnten, der den berühmten deutschen Schriftsteller so begeisterte.

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Nach den Rundgang gab es erst einmal Freizeit, was auch echt gut war, denn wir hatten richtig Hunger, also setzten viele von uns sich in ein Restaurant nicht weit vom Meer, wo es traditionelle litauische Speisen gab. Nach der kurzen Pause machten wir uns auf in die berühmten Dünen von Nida. Es war sehr heiß und wir mussten viele Stufen steigen, bis wir endlich oben auf den Dünen ankamen, aber für die wunderbare Aussicht und den kühlen Wind dort oben hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

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Nach den Dünen gab es erstmal einen längeren Fußmarsch zum Strand der Ostsee, wo wir uns entspannen und die Sonne genießen konnten. Ein paar Mutige unter den Schülern (nur Deutsche!) trauten sich, im noch sehr kalten Wasser zu baden. Nach dem Abtrocknen und einem längeren Fußmarsch zum kleinen Hafen traten wir die Rückreise nach Šilutė an.

Projektarbeit

Wie auch in Deutschland gab es in Litauen, genau wie in den letzten Jahren, für alle Deutschen und Litauer die Projektarbeit. In dieser Projektarbeit arbeitet jeweils eine Gruppe aus Schülern beider Nationen über mehrere Tage an einer abschließenden Präsentation. Die Themen der Präsentationen stehen unter einem Oberthema des Austausches, welches dieses Jahr in Litauen Vögel war. Die Ergebnisse der Gruppen wurden dann am Abschlussabend vor Publikum, bestehend aus den Eltern der Litauer und Lehrern, vorgetragen. 
Wie die Gruppe ihre Ergebnisse vortragen, bleibt den Gruppen selbst überlassen, was dazu führte, dass es auch dieses Jahr viele innovative und kreative Ideen der jeweiligen Gruppen gab.

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Eine Gruppe war z.B. einen Vormittag unterwegs und fuhr zu einem Handwerker und freischaffenden Künstler und hat mit seiner Hilfe Vögel aus Holz und Gras selber modelliert. 
Teil der Projektarbeit war auch ein Ausflug zur Vogelstation in Vente. Dort wurde uns gezeigt, wie die Vögel in solch einer Station gefangen, untersucht und beringt werden. Wir lernten zudem noch viel über den Vogelschutz nicht nur in Litauen, sondern in ganz Europa. 
Eine solche Projektarbeit hilft den Schülern und Schülerinnen nicht nur, sich für ein neues Thema zu interessieren und auf neue Probleme aufmerksam zu werden, wie in unserem Fall der Vogelschutz, sondern es bringt auch die Schüler zweier Nationen näher zusammen. Somit handelt es sich um einen Fall von interkultureller Bildung, einem Kernbegriff der heutigen Pädagogik.

Jan David, Maksim Likhachov, Ninian Kaspers, Vincent Hartwig

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