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vom 15.04.2019 11:40

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Am Donnerstag, den 27.09.2018, bin ich für die AG „Schule-ohne-Rassismus – Schule-mit-Courage“ zu einer Fachtagung mit dem Thema „Gegen Radikalisierung und Ideologien der Ungleichwertigkeit – Wie kann Schule präventiv handeln?“ im Werkhof in Hannover gefahren. Die Fachtagung begann um 10 Uhr, doch bereits um 9:45 Uhr waren schon viele Lehrerinnen und Lehrer, aber auch einige Schülerinnen und Schüler anwesend. Nachdem wir begrüßt worden sind, wurden die einzelnen Referentinnen und Referenten der sechs Workshops vorgestellt.

Danach hielt Daniela Krause von der Universität Bielefeld einen Vortrag zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit den Fragen, wie sie auftritt und wie ihr Schulen begegnen können. Zur gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gehören die Ausgrenzung Langzeitarbeitsloser, von Menschen mit Behinderung, von Wohnungslosen, Geflüchteten und Migrant*innen, aber auch die biologische, religiöse und ethnisch-kulturelle Ausgrenzung. Schülerinnen und Schüler können durch verschiedene Ursachen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeiten entwickeln, die man in drei Oberthemen unterteilen könne:

in den Bereich der Gesellschaft und Kultur,

in den Bereich der Gruppenzugehörigkeit und

in den dritten Bereich des Individuums.

Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit trete in unserer Gesellschaft in Form von Stereotypen und Vorurteilen auf, die zu Hasskriminalität und Gewalttaten führen könnten.

Direkt im Anschluss hielt Kurt Edler aus Hamburg einen Vortrag darüber, wie Radikalisierungsprävention an Schulen gelingen könne. Erst einmal müsse man als Lehrerin/ Lehrer, Eltern, Geschwister, Mitschüler oder Freunde mögliche Anzeichen einer Radikalisierung wahrnehmen, wie beispielsweise das Verstummen oder Abwenden aus dem Freundeskreis, Intoleranz oder auch Missionierungsaktivitäten. Dann müsse man sofort reagieren und das Gespräch mit der Person suchen, Empathie und Anerkennung zeigen, ein gutes Schulklima schaffen. Denn wenn die Person schon angeworben wurde, sei es sehr schwer für sie, aus diesem Teufelskreis herauszufinden, da sie in dieser Organisation ein Verständnisgefühl bekommt und gegen ihre Feinde „kämpft“.

Nach einer kurzen Pause ging es zur Workshopphase über, die von der Mittagspause unterbrochen wurde. Hierfür wurde ein Büffet vorbereitet. Anschließend wurden die Ergebnisse aus den einzelnen Workshops zusammengetragen, die dann die Grundlage für die fachtagungsabschließende Podiumsdiskussion boten.

1. Der Workshop „Wie äußert sich Rassismus an Schulen und wie kann mit ihm umgegangen werden?“ von Florian Grawan von der Leibniz Universität Hannover kam zu dem Ergebnis, dass Schule, durch die Haltung von Lehrerinnen, Lehrern Schülerinnen und Schülern die Gesellschaft widerspiegele und dass man rassistische Strukturen auflösen müsse.

2. Der Workshop „Wie geling antisemitismuskritische Bildung in der Schule?“ von Dr. Rosa Farwa von der Amadeu Antonio Stiftung kam zu dem Schluss, dass die Schulen ihr Leitbild gegen Antisemitismus ändern sollten, da dieser heutzutage sehr präsent ist. Die Lehrerin/ der Lehrer solle auch den Nahost-Konflikt thematisieren, um ein unabhängiges Bild zu Israel aufzuzeigen.

3. Der Workshop „Homo- und Transphobie – auch ein Thema für unsere Schule!?“ geleitet von Nico Kerski vom Schlau e. V. Niedersachsen plädiert auch dafür, Toleranz in das Schulleitbild mit einzubringen, um Offenheit zu zeigen, und desweiteren Elternabende und Projekttage an den Schulen zu diesem Thema zu veranstalten.

4. Der Workshop „Muslimfeindlichkeit und Neosalafismus in der Schule – antirassistische Bildung als Schlüssel zur Prävention?“ von Jawaneh Golesorkh von ufuq.de ist der Meinung, dass man über Diskriminierungserfahrungen sprechen und Anerkennung zeigen solle. Außerdem sei es wichtig, sowohl Moschee- als auch Kirchenbesuche im Rahmen des Unterrichts durchzuführen und über Gemeinsamkeiten der beiden Religionen zu sprechen.

5. Der Workshop „Ausgrenzung in Schule – Wie kann man damit umgehen?“ geleitet von Sarah Iken von der Niedersächsischen Landesschulbehörde kam zu dem Ergebnis, dass die Schule sich als Wohlfühlraum präsentieren solle, an dem jede einelne/jeder einzelne mitgestalten kann.

6. Dr. Markus End von der TU Berlin vertrat in seinem Workshop "Antiziganismus" an der Schule - Wie lassen sich Grundmuster erkennen und Gegenstrategien entwickeln?" die Meinung, dass es auch "Antiziganismus" an den Schulen gebe, auch wenn keine Sinti und Roma diese besuchen. Man könne diese Form der Ausgrenzung und Vorurteilen im Politikunterricht absprechen. 

Leider war die Organisation nicht ganz so gut, trotzdem war es ein informativer Tag.

Lone Prolingheuer (Jg. 11, Leiterin der AG SoR-SmC)

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