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Erasmus+ ist einer der Namen eines innerhalb des Konsultations- und Abstimmungsverfahrens der Europäischen Union beschlossenen Programms der Europäischen Kommission für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Das Programm umfasst alle derzeitigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene. Dazu zählt auch Erasmus+, welches das Ziel hat, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern.

In der dritten Oktoberwoche trafen wir uns in Krakow (Polen) mit Schülern aus Växjo (Schweden), Budapest (Ungarn), Kufstein (Österreich) und der gastgebenden Schule, um intensiv an unserem Projektthema "Lies mit uns!" zu arbeiten.

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In zwei Gruppen unter der Leitung von Herrn Hausmann und Herrn Knebel machten wir uns am Sonntag auf den Weg nach München, um dann zusammen nach Krakow zu fliegen. Nach der planmäßigen Landung wurden wir herzlich von unseren Austauschpartnern begrüßt und in den Arm genommen; uns war direkt klar, dass alle super herzlich sind und wir waren sehr gespannt auf die kommenden Tage.
Neben dem ersten Kennenlernen der anderen Teilnehmer stand am ersten Tag eine Polnischstunde auf dem Programm. Keiner hätte sich die Sprache so schwer vorgestellt, trotzdem blieben einige Wörter hängen. Ausdrücke wie ,,dziękuję bardzo’’ schienen fast unmöglich auszusprechen.

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Nach dieser Stunde wurden wir in das 1. Teilthema unseres Projektes ,,Man and his values’’ eingeführt, dass sich wie ein roter Faden durch die gesamte Woche zog.

Gleich am ersten Tag wurde uns bewusst, was für eine tolle Gelegenheit uns sich hier bot, um andere Kulturen kennen zu lernen; z.B. aßen wir beim internationalen Buffet Käse aus Österreich, Suppe aus Polen, Fisch aus Schweden, Süßigkeiten aus Ungarn und natürlich auch unsere Äpfel aus dem Alten Land und noch vieles mehr.
Nachdem Essen folgt bekanntlich Sport und so lernten wir den offiziellen Tanz des Landes, ,,Polognese’’, nicht zu verwechseln mit der um einiges einfacheren französischen Version, denn hintereinander mit den Händen an den Schultern im Kreis zu laufen war gar nicht so einfach: leise 1..2..3..4 mitzählen und mit den Füßen aufstampfen, dabei Hände haltend mit einem Partner und kreuz und quer durch den Raum tanzen, manchmal eine Brücke bilden mit den Armen, durch die die anderen hindurch schreiten mussten...Irgendwann wusste niemand mehr, was wir hier eigentlich taten. Im Anschluss wurden uns andere typische polnische Tänze gezeigt von einer sehr guten Tanzgruppe aus Krakow. Wie bekamen so schon früh einen guten Einblick in die polnische Kultur.

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Am zweiten Tag starteten wir mit einer Unterrichtsstunde von Dozenten der Jagiellonen-Universität, in der es passend zu unserem Projektthema um Werte ging. Wir Schüler aus den verschiedenen Ländern sollten uns entscheiden, welcher Wert in unserem Land am wichtigsten ist und diesen dann darstellerisch präsentieren. Die Ergebnisse waren im einzelnen: Polen - Gastfreundlichkeit, Ungarn - Familie, Österreich - Demokratie, Schweden - Gerechtigkeit, Deutschland - Bildung/Arbeit.
Weiter ging es dann mit für uns wichtigsten Programmpunkt überhaupt, dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Auschwitz-Birkenau. Die wohl schrecklichsten Taten in der deutschen Geschichte berührten uns alle emotional sehr und wir sahen und hörten Dinge, die unvorstellbar schrecklich, aber leider wahr sind, denen man sich stellen muss und die man nie vergessen darf. Zu dem Besuch passt ein Zitat unserer Führerin: ,,Noch schlimmer als Auschwitz ist nur eins, und zwar, es zu vergessen.’’

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Am Mittwoch erhielten wir in der der Jagiellonen-Bibliothek, der zweitgrößten Bibliothek Polens (6 Millionen Bücher!), eine Führung zur Aufbewahrung und Konservierung der Bücherbestände. Besonders wichtig war hier das sogenannte ,,paper hospital’’; hier wurde uns erklärt, wie man die Bücher durch eine einfache Neutralisationsreaktion reinigt und vor dem Zerfallen rettet.
In der sich anschließenden Projektarbeit in sieben Arbeitsgruppen (z.B. Entwurf einer Deutschstunde zu 'Der Besuch der alten Dame' von Friedrich Dürrenmatt, einer Englischstunde zu 'Die Welle' von Morton Rhue, einer Stunde in der Muttersprache zu 'Tango' von Slawomir Mrozek, eines Werbeplakates zu 'Animal Farm' von George Orwell und Arbeitsgruppen zu Buchzitaten und Lesezeichen) tauschten wir uns intensiv über die von uns gelesenen Bücher aus, sammelten dann die Ideen und erarbeiteten eine Struktur und eine Präsentation. Die Projektarbeit fand an drei Tagen und die Ergebnisse wurden dann am letzten offiziellen Tag im Plenum vorgestellt.

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Die nötigen Informationen über die schöne Stadt Krakow bekamen wir auf einer Stadtführung, die auf dem sogenannten 'Königsweg' vom Florianstor bis zum Wawel führte.

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Da am Sonntag in Krakow und auch in unserer Partnerschule Kommunalwahlen stattfanden, wurde die Schule bereits am Samstag gesperrt und wir mussten unser für diesen Tag vorgesehenes Programm auf den Freitag vorziehen. Unser Freitag war dementsprechend sehr anstrengend, aber auch einer der besten Tage, denn vor allem der Literaturabend und der Abschiedstee waren ein schöner Abschluss. Gleichzeitig war es eine Art Abschied von unseren polnischen Gastschülern, die wir am nächsten Tag nicht mehr sehen würden, weil sie nicht mit zum Ausflug in das Salzbergwerk nach Wilizcka kamen, der ein weiterer Höhepunkt der gesamten Woche war!

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Beim Literaturabend präsentierten die Schüler typische Stücke und Gedichte oder bekannte Schriftsteller aus ihrer Heimat; besonders gefiel uns dabei der Tanz der Schweden zu Pippi Langstrumpf, bei dem sogar, die Koordinatorin unseres Projektes, Frau Cudak, zum Mitmachen animiert wurde. Unsere deutsche Gruppe gab u.a., zwei Bookslams und die Geschichte vom Hasen und Igel zum Besten

Am Sonntag, genau 7 Tage nach unserer Ankunft, hieß es Abschied nehmen. Wir wurden von unseren Austauschpartnern und ihren Familien zum Flughafen gebracht; da wir eine tolle Woche mit unseren Austauschpartnern erlebt hatten, fiel der Abschied um so schwerer. Zum Glück sehen wir sie im Februar 2019 in Buxtehude schon wieder!

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