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Von Indikatoren aus Pflanzenfarbstoffen bis zu Schweineblut als Blutersatz bei Menschen ist alles dabei

Auch in diesem Jahr waren die Jungforscher der Halepaghen-Schule beim Regionalwettbewerb von Jugend Forscht! in Lüneburg wieder erfolgreich. Die Halepaghen-Schüler traten mit 6 Projekten in Lüneburg an und präsentierten an zwei Tagen ihre Ergebnisse. Dieses Mal war die Projektvielfalt sogar noch deutlich größer als im Jahr 2013. So untersuchten Elena Ahrens, Susanne Gehres und Victoria Rosenberg die Eignung von Pflanzenfarbstoffen aus Früchten und Blüten als Indikatoren für Säuren und Basen. Das Resultat nach unzähligen Versuchen ein war im Vergleich zu konventionellen Indikatoren gesundheitlich vollständig unbedenkliches pH-Test-Papier.

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Auch in der Sparte Mathematik nahmen die Jungforscherinnen Svenja Henning (18) und Lena Krakowski(17) aus der elften und zwölften Klasse mit einem sehr regionalen und hochaktuellen Thema erfolgreich teil. Es wurde die Versorgung der Buxtehuder Kinder mit Krippenplätzen statistisch untersucht und mit einem Fragebogen realitätsnah überprüft. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Planung der Buxtehuder KiTa-Plätze insbesondere tageszeitlich noch deutlich optimiert werden kann.
Neben naturwissenschaftlichen Projekten durfte natürlich auch der Bezug zu anderen Fachgebieten nicht fehlen.

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Michel Jorgas (14) verband das historisch gesehen für das byzantinische Reich sehr wichtige griechische Feuer in Verbindung mit moderner Chemie. Er untersuchte verschiedene Darstellungen und geschichtliche Berichter und versuchte dann die heute unbekannte Zusammensetzung des bestialisch-stinkenden und leicht brennbaren Stoffes durch Versuche zu ermitteln. Am Ende stand das Modell eines Schiffes, welches mittels des Griechischen Feuers erfolgreich verbrannt und „versenkt" wurde. Diese gelungene Kombination aus historischen Fakten und experimenteller Chemie wurde mit einem dritten Preis bei Schüler experimentieren belohnt.

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Mit einem weiteren überaus interessanten Projekt traten die beiden Elftklässlerinnen Lina Merkens und Rabea Lühmann in der Kategorie Biologie an: „Eignet sich Schweineblut als Blutersatzstoff?" war hier die Fragestellung. Die Antwort wurde auch hier nach langwierigen, aber in jedem Fall hochinteressanten Versuchen gefunden. Die Schülerinnen untersuchten hierbei mithilfe von modernster Messtechnik die Eigenschaften von Schweineblut. Neben der Leitfähigkeit wurde die für den Menschen lebenswichtige Pufferwirkung überprüft, die den pH-Wert des Blutes konstant um etwa 7 hält. Die überzeugende Präsentation mit einem tollen Plakat wurde von der Jury mit einem dritten Platz honoriert.

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Ebenfalls in der Kategorie Biologie trat Jan Rosenboom (16) aus der elften Klasse an, der sich mit der Fruchtreifung durch Ethen beschäftigte. Dieses Projekt baute auf einem Alltagsphänomen auf. Bananen werden in ihren Herkunftsländern unreif geerntet und dann erst durch Ethen auf den Schiffen und in Europa künstlich gereift. Dieser Sachverhalt wurde anhand von verschiedenen Früchten untersucht und dann auf molekularer Ebene erklärt. Beim Wettbewerb erreichte das Projekt einen guten 2. Platz.
Das sechste ebenfalls sehr praxisnahe Projekt trat schlussendlich in der Kategorie Technik bei Schüler experimentieren an.

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Lukas Neubronner und Jeroen Trzaska untersuchten den Einfluss von hohen Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen in Klassenräumen und endwickelten schließlich ein funktionierendes Modell eines Fensters, welches bei schlechter Luft (CO2) automatisch lüftet. Interessant ist hier insbesondere, dass hohe CO2-Konzentrationen bei einem Vergleichstest zu deutlich schlechteren Leistungen führten als in gut gelüfteten Räumen. Also bei der nächsten Klassenarbeit das Fenster öffnen und schon steht der fehlerfreien Klausur nichts mehr im Wege!

 

Als engagierter Betreuer begleitete der Mathe und Chemie-Lehrer Dirk Schulze die Projekte und machte so den Erfolg erst möglich.
Insgesamt zeigt sich also: Die Halepaghen-Schule war beim Regionalwettbewerb Jugend Forscht! In Lüneburg wieder sehr präsent und die Jungforscher freuen sich bereits auf ein noch erfolgreicheres nächstes Jahr.
Ein weiteres siebtes Projekt mit guten Erfolgschancen wird demnächst am Landeswettbewerb Mecklenburg-Vorpommer in Rostock teilnehmen, da die beiden HPS-Forscherinnen Liesa Eickhoff und Lilian Szych bereits im letzten Jahr Abitur gemacht haben. Sie beschäftigen sich mit der Mikroverkapselung von Farbstoffen in Milchsäure und erhoffen sich mit beeindruckenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen eine gute Platzierung.

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